Welche ethischen Prinzipien vertritt Johannes Calvin und wie lässt sich ihre politische
Wirkungsgeschichte bewerten?

Johannes Calvin gilt als einer der einflussreichsten Reformatoren neben Martin Luther. Er wurde 1509 in Noyon im nördlichen Frankreich geboren. Bereits im Alter von 14 Jahren ging er zum Studium nach Paris, wo er dem Wunsch seins Vaters folgend das Ziel verfolgte Priester zu werden. Hier lernte er die Werke Luthers kennen. Ab 1527 studierte Calvin dann Recht an der Universität Orléans und ab 1529 an der Universität Bourges. Seine erste Veröffentlichung war ein Vorwort zu Nicholas Duchemin´s „Antapologia“ 1531. Zu Lebzeiten war Calvin vor allem in Genf ein einflussreicher Mann. Hier diente er als Pastor und wirkte unter anderem an der Erstellung einer Kirchenordnung mit, die 1541 vom Allgemeinen Rat der Stadt angenommen wurde. Seine Theologie ist also schon damals eng mit konkreten politischen Fragen verbunden, beispielsweise zum Umgang mit der
protestantischen Minderheit oder der Auseinandersetzung mit einer einsetzenden, alle Lebensbereiche umfassenden Säkularisierung, die aus den neuen philosophischen, religiösen, politischen und wirtschaftlichen Bewegungen der Zeit hervorging.

 

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Literatur

  • Calvin, Johannes, Freudenberg, Matthias (Hrsg.) „Unterricht in der christlichen Religion“, Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn, 2009
  • De Greef, Wulfert, „Johannes Calvin- Eine Einführung in sein Leben und seine Schriften“, Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn, 2009
  • Link, Christian, „Prädestination und Erwählung“, Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn, 2009
  • Weber, Max; „Gesamtausgabe“;Hrsg: Horst Baier, Gangolf Hübinger, M.Rainer Lepsius, Wolfgang J Mommsen, Wolfgang Schluchter, Johannes Winckelmann; Band 18; Weber, Max; „Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus/ Die protestantischen Sekten und der Geist des Kapitalismus. Schriften 1904-1920“ Hrsg. Wolfgang Schluchter, Ursula Bube; Mohr Siebeck; Tübingen; 2016Politik Politikwissenschaft Migration