1. Einleitung

In einem Vorwort zur Wiederveröffentlichung einer 2016 – zum achtzigsten Geburtstag von Silvia Staub-Bernasconi – von Manfred Kappeler gehaltenen Rede schreiben Regina Rätz und Albert Scherr, dass „die von Staub-Bernasconi vorgeschlagene Charakterisierung [von] Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession“ eine „inzwischen recht verbreitete Selbstbeschreibung“ der Sozialen Arbeit sei (Rätz/Scherr 2019, S. 213). Allerdings sei bisher unbestimmt, „was dabei spezifisch unter Menschenrechten verstanden wird, um welche normativen Ansprüche und/oder kodifizierten Rechte es gehen soll und in welcher Weise diese für die Soziale Arbeit spezifisch relevant sind“ (ebd.). Walter Eberlei, Katja Neuhoff und Klaus Riekenbrauk postulieren 2018 in ihrem Buch ‚Menschenrechte – Kompass für die Soziale Arbeit‘, dass „Silvia Staub-Bernasconi und
diejenigen, die sich mit ihren Thesen auseinandersetzen, überwiegend eine Diskussion über das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit führen“ und darüber die „realen Herausforderungen in zentralen Handlungsfeldern“ vergessen würden (Eberlei/Neuhoff/ Riekenbrauk 2018, S. 15).

 

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Literatur*

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