Die EU-Osterweiterung als Prozess Internationaler Sozialisation

Die fünfte Erweiterung der Europäischen Union war die bisher größte in ihrer Geschichte. Mit
dem Ende der Sowjetunion und dem Wegfall des Eisernen Vorhangs wurde ein Prozess angestoßen, der in dem Beitritt von zehn neuen Mitgliedstaaten am 1.Mai 2004, durch das in Kraft treten des Beitrittsvertrages von 2003, mündete. Ein überwiegender Teil der neuen Mitgliedsstaaten lag östlich der Grenzen der EU- weshalb diese Erweiterung auch als EUOsterweiterung bezeichnet wird. Aufgrund ihrer vorherigen Zugehörigkeit zu einem kommunistischen System entsprachen sowohl die Verwaltung, die politischen Entscheidungsapparate als auch die politische Kultur in der Gesellschaft bei weitem nicht den Werten und Normen unter denen sich die Europäische Gemeinschaft zusammengefunden hat.

Dies zum einen, als auch die bloße Anzahl von mehr als zehn möglichen neuen Beitrittskandidaten in eine bestehende Gemeinschaft aus fünfzehn Mitgliedern, veranlasste die Mitgliedsstaaten der EU das Verfahren zur Aufnahme neu zu strukturieren. Inhalt dieser Arbeit soll es sein, die Bedeutung der Kopenhagener Kriterien von 1993 aus konstruktivistischer Theoriesicht innerhalb des Prozesses der EU-Osterweiterung zu erklären und der Frage nachzugehen, ob diese als ein Mittel der internationalen Sozialisation zu bezeichnen sind. Im Sinne dessen wird nun in groben Zügen der Fall der EU-Osterweiterung nachgezeichnet. Anschließend wird eine konstruktivistische Perspektive erarbeitet, auf deren Grundlage dann in einem abschließenden Teil die Fragestellung dieser Arbeit sinnvoll diskutiert werden kann.

 

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Literatur

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