Der vorliegende Essay befasst sich mit Gustaves Flauberts „Erziehung des Herzens“ und versucht die dem Roman eigene Welt mit Augenmerk auf die Einflüsse des Kapitals nachzuzeichnen. Neben einer allgemeinen Beschreibung der zugrunde liegende Realität, werden insbesondere wichtige
charakterliche Eigenschaften und Wendepunkte in der Geschichte der Hauptfigur ,Frédéric Moreau, nachvollzogen, die direkt oder indirekt durch Geld beeinflusst zu sein scheinen, auch wenn seine persönlichen Beweggründe andere sein mögen. So profan der Begriff Geld an dieser Stelle erscheint, so einfach lassen sich die verschiedenen Motive in dem Roman auf den Punkt bringen. Besitz, Vermögen, Dekadenz. Man taucht ein ins Frankreich in mitten des 19. Jahrhunderts. Die Französische Revolution hat zum Ende des vorherigen Jahrhunderts eine grundlegende Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse bewirkt. Die feudale Ständegesellschaft wurde abgelöst durch eine bürgerliche Ordnung. Der Adel und der Klerus verloren ihre Privilegien und das reich gewordene Bürgertum übernimmt die politische Macht.

 

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Literatur

  • Flaubert, Gustave „Die Erziehung des Herzens- der Roman eines jungen Mannes“, Paul List Verlag, Leipzig, 1961.
  • Mathias Altenburg, „Ein kalter Romantiker – Über Gustave Flaubert und die „Erziehung der Gefühle“ in Die Zeit Nr. 51/2000, online unter: http://www.zeit.de/2000/51/200051_l-flaubert.xml abgerufen am 16.12.2014.