1. Einleitung

Soziale Arbeit Berufliche TeilhabeIn Zeiten in denen vermehrt von Umbruch und Erneuerung durch Technologisierung und Digitalisierung gesprochen wird, ist eines der wesentlichen Themen unseres Jahrhunderts die Frage nach gerechter Beschäftigung. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf befriedigende Arbeitsbedingungen und auf Schutz vor Arbeitslosigkeit heißt es im Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die seit dem Jahre 1948 den Anspruch erheben, universell für jeden Menschen gültig zu sein. Daraus ergibt sich, dass Berufliche Teilhabe als Menschenrecht zu betrachten ist.

Nach dem Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. ist die Soziale Arbeit eine praxisnahe Profession, die sich über die Grundsätze der Verschiedenheit, sozialen Gerechtigkeit und der Menschenrechte definiert und Menschen auf dem Weg zu einem unabhängigen und selbstbestimmten Leben unterstützt. Die Frage, was unter einem unabhängigen und selbstbestimmten Leben verstanden wird, würden viele Menschen sicherlich ganz unterschiedlich beantworten. Ohne jeden Zweifel steht allerdings fest, dass zum Bestreiten des Alltages und zur Befriedigung der Grundbedürfnisse ein geregeltes Einkommen zwangsläufig von Nöten ist. Nach dem Verständnis des Artikels 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gehört neben einem geregelten Einkommen eben auch das Recht auf Arbeit und Schutz vor Arbeitslosigkeit zu einem selbstbestimmten und unabhängigen Leben dazu.

Zum Nachteil aller Beteiligten ist es oftmals die Verschiedenheit, das Anderssein und das Herausfallen aus bestehenden Normen, welches zu dem Ausschluss von einzelnen Personen oder Personenkreisen führt und sie an den Rand unserer Gesellschaft drängt. Potentiale sowie Ressourcen, die aus der Verschiedenheit und Pluralität von Menschen erwachsen können, werden auf diese Weise nicht erkannt und weitergehend auch nicht abgerufen. Menschen mit Behinderungen sind in diesem Zusammenhang in besonderem Maße gefährdet, Ausgrenzung zu erfahren. Neben Vorurteilen und Stereotypen sind es vor allem strukturelle Hindernisse und Barrieren, die es Menschen mit Behinderungen erschweren, sich als ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu erfahren.

 

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